Neues Forschungsprojekt MW-Ulfk (LuFo Klima VII-1): Modularer Wasserstoffantrieb für die Ultraleichtflugzeugklasse – ein Baustein für HYFLY

Forschungsprojekt für klimaneutrale Luftfahrttechnologien gestartet

Die Kasaero GmbH freut sich, den Start des Forschungsprojekts MW-ULFK in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) bekannt zu geben.

Das Projekt wird im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo) der Bundesregierung gefördert und vom DLR-Projektträger betreut. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Mai 2026 bis April 2029. Als Konsortialführer entwickelt Kasaero gemeinsam mit der THWS ein modulares Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebssystem für die klimaneutrale Nachrüstung bestehender Ultraleichtflugzeuge.

Gemeinsam verfolgen die Projektpartner das Ziel, nachhaltige Antriebstechnologien für die Allgemeine Luftfahrt weiterzuentwickeln und legen damit zugleich ein wichtiges technologisches Fundament für HYFLY H167, Kasaeros eigenes Produkt für wasserstoffelektrische Luftfahrzeuge.

Hintergrund

Die Luftfahrt steht vor der Herausforderung, ihre CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren. Während für größere Flugzeuge bereits alternative Antriebskonzepte entwickelt werden, existieren für bestehende Ultraleichtflugzeuge bislang nur wenige praxistaugliche Nachrüstlösungen.

Eine der größten technischen Herausforderungen besteht darin, neue Antriebstechnologien innerhalb des vorhandenen Motorraums zu integrieren und gleichzeitig die hohen Anforderungen hinsichtlich Gewicht, Sicherheit und Zulassungsfähigkeit zu erfüllen. Obwohl die Entwicklung wasserstoffbetriebener Luftfahrzeuge weltweit große Fortschritte macht, stehen modulare und zertifizierbare Antriebssysteme, die auf unterschiedliche Flugzeugplattformen übertragbar sind, bislang kaum zur Verfügung.

Projektziel

Ziel des Projekts MW-ULFK ist die Entwicklung eines modularen wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Elektroantriebssystems, das die klimaneutrale Umrüstung bestehender Ultraleichtflugzeuge ermöglicht.

Die wesentlichen Projektziele sind:

  • Nutzung von grünem Wasserstoff als emissionsfreiem Energieträger
  • CO₂-freier Flugbetrieb
  • Integration sämtlicher Antriebskomponenten in den bestehenden Motorraum
  • Maximales Systemgewicht des Antriebssystems von 120 kg
  • Modulare Systemarchitektur für unterschiedliche Ultraleichtflugzeugplattformen
  • Standardisierte Schnittstellen für eine vereinfachte Installation und Wartung

Durch den modularen Systemaufbau soll eine flexible Nachrüstlösung für eine Vielzahl bestehender Ultraleichtflugzeuge geschaffen werden.

Projektdurchführung

Das Projekt wird gemeinsam von der Kasaero GmbH als Konsortialführer und der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) durchgeführt.

Zu Beginn des Projekts werden die Anforderungen an Flugzeug, Antriebskonfiguration sowie die geltenden Zulassungsvorschriften umfassend analysiert. Anschließend werden bestehende Systeme bewertet, Optimierungspotenziale identifiziert sowie erste Laboruntersuchungen und Flugerprobungen durchgeführt.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird das vollständige Antriebssystem einschließlich Einbaulayout, Leitungsführung, Leistungselektronik und Regelungsarchitektur entwickelt. Im weiteren Projektverlauf werden die Komponenten gefertigt, montiert und in einen Demonstrator integriert. Abschließend erfolgt die Inbetriebnahme im Labor sowie eine umfangreiche Erprobung und Validierung des Gesamtsystems.

Projektpartner

Konsortialführer

  • Kasaero GmbH

Projektpartner

  • Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS)

Förderung

Das Forschungsprojekt MW-ULFK wird im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo) der Bundesregierung gefördert und vom DLR-Projektträger betreut.

Ausblick

Mit MW-ULFK entwickeln die Projektpartner ein innovatives modulares Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebssystem, das bestehende Ultraleichtflugzeuge auf dem Weg zu einem klimaneutralen Flugbetrieb unterstützt. Das Projekt stellt einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung der Allgemeinen Luftfahrt dar und schafft zugleich die Grundlage für zukünftige zertifizierbare Nachrüstlösungen.

Die im Rahmen von MW-ULFK entwickelten Technologien, Integrationsmethoden und Erkenntnisse werden zudem unmittelbar in das Projekt HYFLY einfließen und dessen Umsetzung beschleunigen. Damit leistet das Vorhaben einen weiteren wichtigen Beitrag zur Entwicklung wasserstoffelektrischer Luftfahrttechnologien.